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Kaufvertrag bei Photovoltaikanlagen

Kaufvertrag bei Photovoltaikanlagen

Bei Errichtungen von Photovoltaikanlagen ist der Kaufvertrag anzuwenden. Da die Montage- und Installationsleistungen bei den meisten Photovoltaikanlagen preislich unter dem Wert der eingesetzten Komponenten liegt, wird hier von einem Kauf ausgegangen. Bei Indach-, Fassadenanlagen oder bei komplexen Errichtungen für Anlagen bei denen die Montage- und Installationsleistungen höher sind als der Wert der Komponenten kann der Werkvertrag angewendet werden. Die Montage- und Installationsleistungen müssen hier mehr als 50% der Gesamtkosten betragen.

Auch wenn die Photovoltaikanlage als elektrotechnische Gebäudeinstallation zusehen ist gilt für sie nicht der Werkvertrag. Wichtig ist es zu wissen, welcher Vertrag zur Anwendung kommt, denn zwischen Kauf- und Werkvertrag gibt es große Unterschiede. Je nach Vertragsart kommen unterschiedlichen Gewährleistungen, die kaufmännische Abwicklung u.v.m. zur Anwendung. Auch gibt es beim Kaufvertrag Besonderheiten, z.B. die Rügepflicht oder beim Verbrauchergeschäft die umgekehrte Beweislast. Um einen groben Überblick zu bekommen, welche Unterschiede die beiden Vertragsarten haben, hier eine kleine tabellarische Aufstellung.

BGH-Urteil vom 3.3.2004, AZ:VIII ZR 76/03, BauR 2004, 995-997